Wandmalerei in der ehemaligen Spandauer Bücherei. Auf drei Wänden
des Saals breitet sich das Panorama Spandaus alter Tage aus.
Die Wände des Raumes laufen in stumpfen Winkeln zu einander. Dies
begünstigt den perspektivischen Aufbau der Wandmalerei. Die
Linienführung der Scheinarchitektur wird von einer Wand auf die
nächste übertragen. Beim betrachten aus einem optimalen Blickpunkt,
entsteht eine optische Täuschung und es ist auf den ersten Blick nicht
gleich zu erkennen, was Wandbild und was Wirklichkeit ist. Die
Wandmalerei lässt die Grenzen des Raumes entschwinden.
An Stufen und Mauerwerk nagt der Zahn der Zeit. Diese Wandmalerei
bezieht sich auf ein Denkmalschutzprojekt. Daher der historische
Ausblick, der altertümliche Vordergrund und die romanischen Kapitelle
der Säulen. Ein leichter Dunst - der Schleier der Geschichte - verhüllt
stellenweise die Landschaft.